Rezension „Rissiges Eis“ – Ein Thriller von Axel Hollmann

Vor etwa zwei Wochen hatte ich euch meinen Kollegen, den Thrillerautor Axel Hollmann hier auf dem Blog vorgestellt. In dem Interview erzählte Axel uns, dass am 9. Juni sein neuer Thriller »Rissiges Eis« erscheinen wird. Ich hatte bereits das Vergnügen sein Buch zu lesen und möchte es euch heute in einer kleinen Rezension näher vorstellen.

Mit seinem Thriller »Rissiges Eis« begibt sich Axel Hollmann erstmals ins Psychothriller-Genre, was ihm meiner Meinung nach ausgezeichnet gelungen ist.
Die Hauptfigur Lea Kopp wird mitten in einer kalten Winternacht aus der eisigen Spree gefischt und gerade noch rechtzeitig in die Notaufnahme gebracht. Als sie später in der Klinik aufwacht, kann sie sich jedoch an die Ereignisse der letzten Wochen nicht mehr erinnern. Der Psychologe Dr. Buchholz geht davon aus, dass Lea sich das Leben nehmen wollte, und möchte sie deshalb gern länger in der Klinik behalten. Doch Lea fühlt sich überhaupt nicht wohl in dem Krankenhaus und sie stellt sich immer wieder die Frage, warum sie Selbstmord begehen wollte. Zu allem Überfluss ist der grobe Kriminalkommissar Wegner hinter ihr her in der festen Überzeugung, Lea hat etwas mit dem Verschwinden ihrer besten Freundin Isabelle zu tun. Hat er womöglich Recht und sie hat ihrer Freundin etwas Schreckliches angetan und wollte sich deshalb das Leben nehmen. Und wer ist der fremde Mann, der sich Lea als Vince vorstellt und sie zu kennen scheint?
Nachdem Lea unheimliche Anrufe bekommt und sogar glaubt, die Stimme ihrer Freundin Isabelle gehört zu haben, ist sie davon überzeugt, dass ihre Freundin noch lebt. In ihrer Wohnung findet Lea Zeitungsartikel über vergangene Verbrechen. Sie weiß zwar nicht mehr, warum sie diese aufgehoben hat, ist sich aber sicher, dass diese etwas mit dem Verschwinden ihrer Freundin zu tun haben. Isabelle befindet sich in den Fängen eines Serienmörders: dem Schlachter. Ein mörderisches Spiel beginnt.
Kurze Kapitel und eine klare, einfache Sprache sorgen für einen schnellen Lesefluss. Axel schafft es durch geschickt gewählte Kapitelübergänge eine Sogwirkung zu erzeugen, die verhindert, dass man das Buch wieder aus der Hand legt.
»Rissiges Eis« hat nur einen Handlungsstrang, der jedoch sehr spannend ausgearbeitet wurde. Die Handlung ist geradlinig aufgebaut und in sich stimmig, der Spannungsbogen konstant hoch.
Die Handlung, die ausschließlich in Berlin spielt, kommt außerdem mit relativ wenig Figuren aus, die authentisch rüberkommen und nachvollziehbar handeln. Allerdings bleiben alle Figuren ziemlich oberflächlich, was für einen handlungsbasierten Thriller nicht schlimm ist. Trotz allem kann man bei der Protagonistin Lea eine Entwicklung während des Romans feststellen. Anfänglich naiv und ängstlich, entwickelt sie im Laufe der Handlung immer mehr Selbstbewusstsein und wird mutiger.
Die Figur des Kriminalkommissars Jan Wegner hat mir besonders gut gefallen. Zu Beginn des Romans lernen wir ihn kennen als einen arroganten und grobgehobelten Fiesling und man fragt sich unweigerlich, was es mit diesem Typ auf sich hat. Ich habe stellenweise sogar daran gezweifelt, dass er wirklich für die Polizei arbeitet, so unmöglich war sein Verhalten und seine Verbissenheit Lea gegenüber. Später erfährt der Leser dann, dass Wegner ein Trinker ist und regelmäßig sein eigenes Ding durchzieht, dadurch auch bereits oft Ärger mit seinem Vorgesetzten hatte und sein Job auf dem Spiel steht. Hier hätte ich mir etwas mehr zu seinem biografischen Hintergrund gewünscht, um sein riskantes Verhalten noch besser verstehen zu können.

Fazit: Auch wenn ich bereits nach etwa der Hälfte des Buches wusste, wer der Täter ist, konnte ich »Rissiges Eis« mit Genuss zu Ende lesen. Axel Hollmann hat einen überaus spannenden, von der Handlung vorangetriebenen Thriller geschrieben, der sich mit den Großen dieses Genres messen kann. Ein echter Pageturner, den ich euch mit gutem Gewissen weiterempfehle.

Am 9. Juni erscheint »Rissiges Eis« offiziell und hier könnt ihr den Thriller vorbestellen.

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Der Orden der weißen Orchidee – Die Erbin

Nachdem ich sie bereits vor ein paar Wochen zu ihrem ersten Roman interviewt habe, ist es nun endlich so weit: Der Debütroman meiner Freundin Tanja ist erschienen.

Die letzten Wochen waren sehr aufregend, sowohl für Tanja als auch für mich. Ich habe versucht, ihr so gut es geht mit Rat und Tat sowie Zuspruch und ermutigenden Worten zur Seite zu stehen. Da ich das Cover für diesen Roman gestaltet habe, war die Veröffentlichung auch für mich nervenaufreibend. Klappt alles? Wie sieht das Cover am gedruckten Buch aus? Passt die Größe überhaupt oder hab ich mich verrechnet? Wie kommt es bei den Lesern an?

Was erwartet euch in Tanjas Roman?

Tanja hat eine fesselnde, mitreißende Mischung aus Urban Fantasy und Romance geschaffen.
Die Übersetzerin Marie erbt von ihrer Urgroßmutter einen Gutshof und verabschiedet sich kurz entschlossen vom Stadtleben, um aufs Land zu ziehen. Doch schon bald bringt ein hinterlassener Brief ihr Leben komplett durcheinander. Wir begeben uns gemeinsam mit der Protagonistin auf eine Reise durch die Zeit, auf der die Ich-Erzählerin ihrer großen Liebe begegnet.

Das realistische Setting entführt den Leser an verschiedene Ort Europas einer längst vergangenen Zeit. Ich habe die Schauplätze beim Lesen so lebhaft vor mir gesehen, als wäre ich dort gewesen.
Auch die Spannung kommt nicht zu kurz und reißt an keiner Stelle im Roman ab. Marie muss immer wieder um ihr Glück und ihre Liebe kämpfen. Mehr als einmal erscheint die Situation aussichtslos. Ich habe mit ihr gelitten, geweint und mich gefreut.

Obwohl ich keine eingefleischte Fantasyleserin bin, hat mich der Roman, auch beim zweiten Lesedurchgang, begeistert und tief berührt. Authentische Charaktere, lebendige Handlungsorte und abwechslungsreiche Emotionen machen diesen Roman zu einem fantastischen Lesevergnügen.

Ich warte schon ganz ungeduldig auf den zweiten Band.

Hier geht es direkt zum Orden der weißen Orchidee.

Cover Ebook Tanja

 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und dir, liebe Tanja, ganz viel Erfolg mit deinem Erstling. Du hast das großartig gemacht. 🙂

 

Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Wenn ihr für euren Roman ein Cover sucht, könnt ihr euch gern auf meiner Premade-Cover-Seite umschauen oder ihr setzt euch mit mir in Verbindung, für ein individuell gestaltetes Cover.