Ein Brief aus der Vergangenheit

Ich möchte euch etwas ans Herz legen, was ich heute selbst für mich entdeckt habe.

Stellt euch vor, ihr würdet einen Brief lesen, den ihr selbst vor einem Jahr oder vor fünf Jahren oder vor noch längerer Zeit geschrieben habt. Was hat euch wohl damals bewegt? Welche Wünsche und Ziele hattet ihr? Habt ihr von euren Zielen etwas erreicht?

Ich denke, in der heutigen schnelllebigen Zeit ist die Gefahr sehr groß, sich im Alltagstrott zu verlieren und dabei vergessen wir schlicht, was für Erfolge wir im Lauf eines Jahres hatten. Das ist nicht nur sehr schade, sondern kann sogar richtig desillusionierend sein. Man hat das Gefühl auf der Stelle zu treten und sich nicht weiterzuentwickeln.

Ich finde die Idee, sich selbst einen Brief zu schreiben, um ihn dann später zu lesen äußerst spannend. Deshalb habe ich mir heute einen Brief an mein zukünftiges Ich geschrieben und darin meine Ziele für das kommende Jahr formuliert. Wo sehe ich mich in einem Jahr, was möchte ich erreicht haben, was sind meine Träume und Wünsche? Außerdem habe ich in diesen Brief hineingeschrieben, was mich zur Zeit bewegt, worüber ich mich freue, was mir Sorgen bereitet. Ein paar liebevolle Worte an mein Zukunfts-Ich runden die Zeilen ab. Zum Schluss habe ich den Brief mit dem heutigen Datum versehen, in einen Umschlag gesteckt und diesen mit dem Datum versehen, an dem ich ihn wieder öffnen möchte.

Ich bin jetzt schon wahnsinnig gespannt, wie meine Worte in einem Jahr auf mich wirken werden. Kann ich eine Weiterentwicklung meines Ichs erkennen? Habe ich meine Ziele erreichen können und wie war der Weg dorthin?

Klar, ein Tagebuch erfüllt ebenfalls diesen Zweck. Doch finde ich die Situation, in der ich einen verschlossenen Umschlag öffne und dann diesen Brief auf der Vergangenheit heraushole und auseinanderfalte, hat etwas Magisches an sich. 🙂

Habt ihr schon mal einen Brief an eurer zukünftiges Ich geschrieben? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

 

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Ein Gedanke zu „Ein Brief aus der Vergangenheit

  1. Liebe Karina,
    eine sehr gute Idee, nicht nur für Autoren.
    In einer Zeit, in der wir immer nach höherem, besserem und ultimativem streben, verlieren wir oft die kleinen Ziele aus den Augen. Und das kann man mit einem solchen Brief gut im Auge behalten, bzw. erkennen, dass man doch schon viel erreicht hat.
    Liebe Grüße Tanja 🙂

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